„Gemeinsam
geht es besser!“
Kooperationsveranstaltung
der Max-Eyth-Schule mit Mitarbeitern des Ausbildungsbetriebes VSB zum Unterricht in Klassen mit lernschwachen und
sozial problematischen
Jugendlichen am 21. Februar 2003
| Am
21.02.2003 trafen sich Kolleginnen und Kollegen der Max-Eyth-Schule sowie Mitarbeiter des Ausbildungsbetriebes
"Verein für Berufsförderung, Sozialpolitik und Bildung"
(VSB) zu einer gemeinsamen Tagung in der Regionalstelle des HELP (Hessisches
Landesinstitut für Pädagogik) in Kassel,
um über die Ausbildung von Jugendlichen, die auf dem 1. Ausbildungsmarkt
keinen Ausbildungsplatz bekommen haben, zu beraten. Gerade im Rahmen der Ausbildung dieser Jugendlichen ist eine gut funktionierende Zusammenarbeit der Kolleginnen und Kollegen, die in der Klasse unterrichten und der Betreuer im Ausbildungsbetrieb sehr wichtig. Diese Kooperation zu verbessern war ein Ziel der Veranstaltung. In ihrem Eingangsreferat stellte die Schulleiterin der Agathofschule, Frau Viertel, die die Veranstaltung im Auftrag des HELP moderierte, Formen und Ursachen aggressiven Verhaltens bei Jugendlichen dar. |
![]() Arbeitsgruppe "Sozialpädagogische Probleme" |
Anschließend teilten sich die Tagungsteilnehmer in zwei Arbeitsgruppen auf, um intensiver an sozialpädagogische Problemen und an der Koordination von Lerninhalten zu arbeiten - für eine effektive Arbeit mit lernschwachen Schülern sind neben der inhaltlichen auch die pädagogische Ebene von besonderer Bedeutung. Zunächst erfolgte in beiden Gruppen eine Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Situation, um dann Schritte für die weitere Zusammenarbeit zu diskutieren. |
![]() Arbeitsgruppe "Koordination von Lerninhalten" |
Im abschließenden Plenum waren sich die Vertreter der beiden Arbeitsgruppen darin einig, den gegenseitigen Informationsaustausch zu intensivieren und die theoretische und praktische Arbeit besser zu koordinieren. Im sozialpädagogischen Bereich wurden gemeinsame vierteljährliche Entwicklungsgespräche von Auszubildenden, Betrieb und Schule als sinnvoll erachtet. Auf der inhaltlichen Ebene soll ein gemeinsames Projekt "Ventilspindel" in der Grundstufe in Angriff genommen werden. Hinsichtlich der Maßnahmen zur Unterrichtsorganisation (Kontinuität der Lehrerteams, Stundenanteil in den Klassen u.a.) wird beabsichtigt, Gespräche mit der Schulleitung zu führen. |
| Darüber
hinaus wurde deutlich, dass für eine substantielle Verbesserung der
Unterrichtssituation weitere Maßnahmen
erforderlich sind, z.B. Verringerung der Klassengrößen und Anrechnung
des erhöhten Betreuungsaufwandes im Stundendeputat. Hier sind nach
Meinung der Teilnehmer u.a. das
Staatliche Schulamt und das Kultusministerium aufgerufen, ihre
Verantwortung im Zeichen der PISA-Studien wahrzunehmen und
Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Jugendlichen helfen, mit besseren Chancen
im Ausbildungs- und Arbeitsmarkt aufzutreten. Zum Abschluss stellten die Teilnehmer der Konferenz fest, dass die Tagung einen wertvollen und fruchtbaren Fortschritt in der gemeinsamen Arbeit markiert und dass es wünschenswert und notwendig sei, die Arbeit in weiteren Veranstaltungen fortzusetzen. Teilnehmer der Tagung: Moderation: Frau Viertel, Agathofschule Max-Eyth-Schule: Ines Manshusen, Georg Deindörfer, Rainer Erythropel, Albrecht Gerland, Uli Marks-Fährmann, Rainer Schade, Werner Schaper VSB: Jessika Herold, Jürgen Biermann, Carlos Negrillo, Michael Opfermann, Roland Spiekermann, Peter Werminghaus, Ralf Jürgen Zinn |