Für die Schüler der Max-Eyth-Schule war diesmal für die Bundestagswahlen nicht
  „Null Bock auf Wählen“ angesagt – im Gegenteil, sie wollten schon vorher wissen, wie die Wahl in Kassel ausgehen würde.

 


Zu diesem Zweck führten Klassen der Fachoberschule, des Beruflichen Gymnasiums und eine Klasse der Techniker zwei Wochen vor den Bundestagswahlen eine Wählerbefragung durch, bei der sie ca. 2000 Telefonnummern anwählten. Fast 600 Wähler aus dem Wahlkreis 170 Kassel waren bereit, den Schülern die Frage „Welche Partei würden sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Wahl wäre?“ zu beantworten und auch auf weitere Fragen, wie z.B. nach den wichtigen politischen Problemen, nach Alter, Bildung, Beruf und Konfession Auskunft zu geben.
Die Informationen aus den Interviews wurden von den Schülern mit dem Statistikprogramm Grafstat erfasst und unter verschiedenen Fragestellungen ausgewertet.
In der Abschlussveranstaltung des Projektes am 18.09. wurden die Ergebnisse der Wählerbefragung in einem brechend vollen Hörsaal der Uni Kassel Schülern aller Schulformen der MES präsentiert. Gäste und Diskussionspartner waren die Wahlkreiskandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien.

Podiumsdiskussion mit H. Domes (PDS), Fr. Dyckmans (FDP), H. Dr. Gehb (CDU), Fr. Dr. Vollmer (B90/Grüne) u. H. Rübenkönig (SPD)

Im Rahmen der Veranstaltung hatten Schüler Gelegenheit, die Vertreter der Bundestagsparteien hautnah zu erleben und kennen zu lernen. Sie nutzten diese Chance, den Politikern kritische Fragen zu stellen so engagiert und ausgiebig, dass die Zeit der Veranstaltung kaum ausreichte.

Der spätere Wahlkreisgewinner Gerhard Rübenkönig im Gespräch mit Max-Eyth-Schülern

 

 

Mit Spannung wurde der Wahlausgang am 22.09. erwartet und – es stellte sich heraus, dass die Prognose überraschend dicht am tatsächlichen Ergebnis lag.

 

 

Unsere Prognose

 

 

Das tatsächliche Wahlergebnis

 

Wahlergebnisse vom 22.09.2002 im Wahlkreis 170:

         SPD:              47,9%
           CDU:              29,1%
           B90/Grüne:     12,0%
           FDP:                 6,7%
           PDS:                 1,8%
           Schill:                0,9%


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