Auszug aus der HNA vom 25. Juni 2005
„Das absolut Beste“
Ehemalige und
Abiturienten voll des Lobes für Max-Eyth-Schule
Kassel. Thomas Kaufmann hat einen weiten Weg hinter sich. Aus Kornwestheim bei Stuttgart ist er angereist, um mit seiner Schule ein Jubiläum zu feiern: 25 Jahre Berufliches Gymnasium an der Max-Eyth-Schule. Der 42-Jährige tut das gern. „Ich habe eine innige Beziehung zu meiner früheren Schule“, sagt Kaufmann.
Für den früheren Kasseler, der den Sprung in
die Motorenentwicklungsabteilung der Daimler-Chrysler-Zentrale in Stuttgart
geschafft hat, war die Eröffnung des Beruflichen Gymnasiums der Rettungsanker
auf seiner Schullaufbahn. Kaufmann war durch eine Lese-
und Rechtschreibschwäche gehandicapt und entdeckte auf der
Friedrich-Wöhler-Schule sein Talent für alles Technische. 1980 wechselte er von
der Realschule aufs Berufliche Gymnasium. „Die Max-Eyth-Schule war das
Beste, was mir passieren konnte“, schwärmt er.
Auch Holger Fassl kam 1980 zum Beruflichen Gymnasium. Auf
dem humanistischen Wilhelmsgymnasium war er nicht klar gekommen. „Alles
ausdiskutieren bis zum Letzten, das liegt mir nicht“, sagt Fassl. Das
Berufliche Gymnasium sei die „ideale Schulform für technisch Begabte“, findet
der 41-Jährige. Auch Fassl entwickelt für die Autoindustrie: Ladeluftsysteme für
Turbolader. Vom Physik- und Mathematikunterricht der Max-Eyth-Schule habe
er während des Studiums sehr profitiert.
Die beiden Ehemaligen trafen bei der Jubiläumsfeier, die zugleich
Abiturfete war, auf den Nachwuchs „ihrer Schule“. Und da zeigt sich, dass
das Berufliche Gymnasium mit seinem vollwertigen Abitur auch Jugendlichen
Wege eröffnet, die während der Oberstufe merken, dass in EDV, Maschinenbau
oder Elektrotechnik doch nicht ihre Zukunft liegt. Dennis Wienert aus dem
Schwalm-Eder-Kreis gehört zu diesem Kreis. Der 21-Jährige möchte
gern Grundschullehrer werden. Auch schade es nicht, technische Grundlagen
mitzubringen.
Francesca Bommer aus Kassel interessierte sich ursprünglich für
Maschinenbau und Elektrotechnik. Jetzt fängt sie eine Banklehre an und will
Marketing studieren. Der technische Unterricht habe ihr geholfen, nach
praktischen Lösungen zu suchen. Das könne man in jedem Fach gebrauchen, glaubt
die 20-Jährige. (PDI)